Category: 19. Jahrhundert

Schneewittchen und das alternative Ende

Schneewittchen und das alternative Ende

Am Ende von Schneewittchen und die sieben Zwerge liegt Schneewittchen aufgebahrt in einem gläsernen Sarg – vergiftet von der eifersüchtigen Königin. In der Disney-Version des Märchens erscheint nun ein Prinz, küsst Schneewittchen und erlöst sie damit aus ihrem Todesschlaf.

Ursprünglich jedoch endet die Geschichte weniger romantisch: Im Original der Brüder Grimm beauftragt der Prinz seine Diener mit dem Transport des Sargs. Die Sargträger stolpern über einen Strauch und der Sarg fällt zu Boden – woraufhin Schneewittchen erwacht und den vergifteten Apfel erbricht.

Vgl. Grimm, Jacob/Grimm, Wilhelm: Kinder und Hausmärchen. Gesammelt durch die Brüder Grimm, Bd. 1., Göttingen 1857, S. 272. Oder online nachlesen unter http://de.wikisource.org/wiki/Sneewittchen_(1857). Bild via http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Franz_J%C3%BCttner_Schneewittchen_7.jpg

Das verhexte Telefon

Jahresbeginn 1884: Ein mysteriöser Anrufer verständigt das Beerdigungsinstitut der amerikanischen Stadt Providence (Rhode Island). Die Zeitung The Electrical World berichtete später:

„Ein böswilliger Witzbold aus Providence R.I. hat den örtlichen Bestattern einen schlimmen Streich gespielt, indem er telefonisch nach Kühlelementen, Kerzenständern und Särgen für Personen verlangte, die angeblich verstorben seien. In allen Fällen erwies sich dies als höchst unzutreffend und die angeblichen Leichen suchen nun lebhaft nach dem Anrufer.“

Gefasst wurde der anonyme Anrufer nie, andernfalls hätte man ihm gratulieren können: Kaum acht Jahre nach Markteinführung des Telefons hat er den Telefonstreich erfunden.

Quelle: The Electrical World, 2. Februar 1884. Ein früherer Telefonstreich scheint nicht überliefert.

Wie passend!

Goethes Pferd hieß Poesie.

Gefunden bei Grumach, Ernst/Grumach, Renate (Hrsg.): Goethe. Begegnungen und Gespräche, Bd. 3, Berlin/New York 1977, S. 41-42.

Europäische Staaten mit den meisten Staatsbankrotten seit 1800

Land Zahl der Staatsbankrotte Häufigkeit im Schnitt Daten
Spanien 8 alle 27 Jahre 1809, 1820, 1831, 1834, 1851, 1867, 1872, 1882
Österreich 7 alle 30 Jahre 1802, 1805, 1811, 1816, 1868, 1938, 1940
Türkei 6 alle 35 Jahre 1876, 1915, 1931, 1940, 1978, 1982
Portugal 6 alle 35 Jahre 1828, 1837, 1841, 1845, 1852, 1890
Russland 5 alle 42 Jahre 1839, 1885, 1918, 1991, 1998
Griechenland 4 alle 46 Jahre 1843, 1860, 1893, 1932
Polen 3 alle 31 Jahre 1936, 1940, 1981
Rumänien 3 alle 45 Jahre 1933, 1981, 1986
Deutschland 2 alle 71 Jahre 1932, 1939
Ungarn 2 alle 47 Jahre 1932, 1941

Anmerkungen: Österreich inkl. Österreich-Ungarn und vorangegangener Staaten-/Herrschaftsgebilde. Türkei inkl. Osmanisches Reich. Griechenland ab 1830, Polen ab 1918, Rumänien ab 1877, Deutschland ab 1871, Ungarn ab 1918.
Quellen: Beim, David O./Calomiris, Charles W.: Emerging Financial Markets, New York 2001. Borensztein, Eduardo/Panizza, Ugo: The Costs of Sovereign Default (= IMF Working Paper 08/238), Washington 2008. Detragiache, Enrica/Spilimbergo, Antonio: Crises and Liquidity. Evidence and Interpretation (= IMF Working Paper 01/2), Washington 2001. Reinhart, Carmen M./Rogoff, Kenneth S./Savastano, Miguel A.: Debt Intolerance, Cambridge 2003. Reinhart, Carmen M./Rogoff, Kenneth S.: The Forgotten History of Domestic Debt, Cambridge 2008. Reinhart, Carmen M./Rogoff, Kenneth S.: This time is different. Eight Centuries of Financial Folly, Princeton 2009. Sturzenegger, Federico/Zettelmeyer, Jeromin: Debt Defaults and Lessons from a Decade of Crises, Cambridge 2006.

Zu selten gewürdigt

Ernst Litfaß (1816-1874), Erfinder der Litfaßsäule.

Gewürdigt in Schoeller, Wilfried F.: Ernst Litfaß: Der Reklamekönig, Frankfurt am Main 2005.

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